Die Geschichte der Arlberg Classic Car Rally

Eine Geschichte der Alpenfahrten


Eine Liebesbeziehung zwischen Mensch und Maschine – die Pioniere der heutigen alpinen Rallys nahmen große Herausforderungen in Kauf.

 

Bereits 1898 lenkten die ersten Automobilisten ihre Fahrzeuge entlang am berühmten „Stelvio“ hoch zum Stilfser Joch. Dabei galt es neben dem Fahrgeschick auch die Bergtauglichkeit der Maschinen unter Beweis zu stellen. In 48 Kehren und einer Bewältigung von fast 1900 Metern überwanden Rennlegenden wie Hans Stuck oder Rudolf Caracciola den Alpenpass. 
Das erste Langstreckenrennen mit 465,6 Kilometern gewannen Adalbert Hermann und Wilhelm Bauer auf ihrem 6 PS Daimler. Dabei führte die Strecke von Trafoi über den Stelvio, Cortina d’Ampezzo und den Mendelpass bis nach Bozen.

 

Faszination Motorsport in der alpinen Bergwelt

 

Für einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Alpenfahrten sorgte der Österreichische Automobil Club. Dieser veranstalte ab 1905 Alpenfahrten, welche von Jahr zu Jahr immer mehr Teilnehmende begeistern konnte. Der große Zuwachs an Automobilliebhabender rührte nicht nur von der Faszination der Fahrzeuge. Besonders die anspruchsvollen Alpenpässe mit ihren Herausforderungen und außergewöhnlichen Schönheit trugen zur Begeisterung für die alpinen Fahrten bei. Auch der Ausbruch des Ersten Weltkriegs konnte die Faszination nicht zum Erliegen bringen.

Das Alpenrennen zwischen Stuben und dem Grenzstein von Tirol sorgte 1927 für großes Aufsehen. Rund 10.000 Zuschauer versammelten sich, um den Spektakel beizuwohnen. Ein Jahr später etablierte sich der berühmt berüchtigte „Coupe Internationale des Alpes“ als jährliche, transnationale Alpenfahrt.

…3 2, 1, Null!

 

Inzwischen geht auch die Arlberg Classic Car Rally in die 13. Runde und kann viele erfolgreiche Fahrten zählen. Bei der historischen Rally geht es weniger um Höchstgeschwindigkeiten, sondern mehr um höchste Präzision. Auch das gesellige Beisammensein bleibt dabei nicht zu kurz. Ausreichend Zeit dafür bleibt bei den Mittagsstopps, dem traditionellen Hüttenabend und dem Galadinner zum Abschluss der Veranstaltung. Die familiäre Atmosphäre spiegelt sich auch in dem Motto „mit Freunden durch alpine Traumkulissen“ wider.